30. Kunstauktion für humanitäre Hilfe in Jinotega

SOLINGEN (bgl) – Wenn die SPD und der Förderverein Städtefreundschaft mit Jinotega e.V. kommende Woche Sonntag zur Kunstauktion in den Südpark einladen, so feiern nicht nur die Veranstalter um Solingens Sozialdemokraten ein rundes Jubiläum.


Denn bereits zum 30. Mal werden dann im Rahmen einer Versteigerung Werke verschiedenster Künstler aus der Klingenstadt und der Region an den Mann gebracht. Der Erlös geht auch im Jubiläumsjahr wieder an Solingens Partnerstadt Jinotega in Nicaragua, wo ökologische und humanitäre Projekte umgesetzt werden sollen. „Aufgrund des großen Zuspruches und der Kapazitäten war das bei uns im Büro nicht mehr möglich“, sagt Solingens SPD-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Josef Neumann. Umso glücklicher waren die Veranstalter bereits vor zwei Jahren, als der Künstler Peter Amann signalisierte, die Auktion in seinem Atelier im Südpark stattfinden zu lassen. „Es hängen hier inzwischen schon fast 100 Bilder von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Umgebung“, freut sich Josef Neumann über die große Bereitschaft der Künstlerschaft, bei dieser Auktion mitzumachen.

Bisher machen 40 Künstlerinnen und Künstler mit. Mit weiteren Anmeldungen werde allerdings noch bis zum Auktionstag gerechnet, so die Veranstalter. Dann wird auch wieder ein Bild verlost werden. In diesem Jahr ist es die Originalarbeit „Figuration libre“ des Solinger Malers Hans Brunne. Lose können am Veranstaltungstag im Güterhallen-Atelier von Peter Amann gekauft werden. In „alter Manier“ (Neumann) wird Solingens ehemaliger Bundestagsabgeordneter Hans-Werner Bertl wieder in die Rolle des Auktionators schlüpfen. Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise stattliche 6.000 Euro zusammen, in den letzten 30 Jahren wurden insgesamt 150.000 Euro bei den verschiedenen Auktionen gesammelt. Wie im Vorjahr soll auch 2017 der Auktionserlös für Kleinstbiogasanlagen in der Region Verwendung finden. Auf diese Weise soll der Raubbau der Regenwälder durch Holzeinschlag ein wenig eingedämmt werden.

Erlös soll in Jinotega in Kleinstbiogasanlagen gesteckt werden

„Wir haben hier ein sehr breites Spektrum an Kunstschaffenden. Das liegt auch daran, dass man die Ergebnisse der Auktion ganz konkret zeigen und sehen kann“, macht Dr. Jan Boomers vom Förderverein „Städtefreundschaft mit Jinotega“ deutlich. In allererster Linie werden im Rahmen der Auktion Gemälde versteigert werden. „Wir haben Einzelne, die auch plastisch arbeiten, aber es sind in der Tat überwiegend Bilder“, so Boomers. Diese können in Peter Amanns Atelier in den Güterhallen nach Vereinbarung inzwischen besichtigt werden (Tel.: 0212-18536, E-Mail: amann@pest-projekt.de).

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